Finn Ronsdorf

Der erste seiner Art: Finn Ronsdorf - Suchender und Sänger - verbindet deutschen Expressionismus mit queerem Songwritertum.
Seine Erscheinung, seine Texte und seine Stimme sind eine interessante Kombination aus unterschiedlichsten historischen Quellen. Seine Lieder sind übervoll mit Gefühlen, kühl und pathetisch zugleich. Und sie wollen einem nicht mehr aus dem Kopf.

Info

Der Aufstieg von Finn Ronsdorf, er ist ganz und gar bemerkenswert, nicht nur seines jungen Alters wegen: Ohne Plattenfirma veröffentlicht, kommt allein der Song „Reaching For Cold Hands“ von der EP „Odes“ auf mehr als 600.000 Klicks auf Spotify! Das New Yorker Billboard Magazine schwärmt, Finn Ronsdorf sei in der Lage, ein herrlich kompliziertes Bild frischer Verliebtheit zu zeichnen, das das Publikum über seine eigenen komplexen Beziehungen sinnieren lässt. Das trifft es!

„Reaching For Cold Hands“ zeigt, wie der Künstler ein Gesamtkunstwerk ist. Man kann das Lied nicht nebenbei hören. Für 4:31 Minuten erlöst Finn seine Hörer*innen aus einer Welt, die von Produktivität und Stress als Erfolgsfaktor besessen ist, entführt sie in einsame Nostalgie – und man hofft, dass er immer wieder auftaucht. Beim EP-Opener „First Time“, jault und schluchzt und schreit und fleht Ronsdorf, als ginge es ums Überleben. Dabei geht es doch um die Liebe. 

Wie viele Künstler möchte sich der Sänger weder festlegen noch selbst analysieren: „Wenn ich singe, ist kein Selbstbild da.“ Ronsdorf singt von der Liebe zu Männern mit der Zerbrechlichkeit einer Billie Holiday und der Körpersprache des deutschen Expressionismus, die ja stets die Komik streifte. 

Finn Ronsdorf ist 22 Jahre alt, im Schwarzwald aufgewachsen und jetzt in Berlin als Student, Suchender und Sänger tätig. Wenn die Familie Urlaub machte, spielte der Vater Gitarre auf den Campingplätzen und sein Sohn sang dazu: Aretha Franklin, Beyoncé Knowles, Nick Drake oder Songs des südafrikanischen Songwriters Solomon Linda. Die Neigung zur Performance sei immer da gewesen. „Hut auf, Proust unterm Arm, die komplette Selbstdarstellung“, beschreibt er sich als Teenager. 

Er klingt wie ein Soul- und Bluessänger, sieht aus wie eine sehr hübsche, junge Helene Weigel und inszeniert sich wie der talentierte, aber bitterarme Assistent eines flämischen Malermeisters.

"I am your self-projected storyline, your craving for love, your entertainment filler, your self-pity, your manic need to compare, your fear, your hope, your joy." - Finn Ronsdorf

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Kontakt

  • Günter Linnartz
    guenter.linnartz@bta.com

    +49 (0)221 977 656 10